Gartenpflege - Schönheit liegt im Auge des Betrachters

Soweit im Einzelfall im Wohnraummietrecht dem Mieter auch die Nutzung und Pflege des Gartens überlassen wird, ist Konfliktpotenzial vorgezeichnet. Während der Vermieter die Erhaltung oder Herstellung einer „Parkanlage“ für geschuldet hält, verweist der Mieter häufig darauf, dass die Naturbelassenheit des Gartens gerade das darstellt, was er als Erhaltung der Schönheit des Gartens ansieht.

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Nach der herrschenden Rechtsprechung schuldet der Mieter dabei nur die regelmäßigen normalen Pflegearbeiten, die weder besondere Fachkenntnisse noch einen besonderen Zeit- oder Kostenaufwand erforderlich machen. Hierzu gehören im Wesentlich das Rasenmähen, das Unkraut jäten und die Entfernung von Laub.

Prägender Maßstab ist der sogenannte gärtnerische Laie, der nur einfache Pflegeabreiten schuldet. Die Grenze zur Vertragsverletzung beginnt dort, wo es zu einer Verwahrlosung des Gartens kommt.