Immobilien-Marktberichte 2021

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Ausblick auf Entwicklung von Wohnraum im Kreis Pinneberg 2021

Marktstudie Makro Immobilien

Wohnungsbau - Genehmigungen

Die Erteilung von Baugenehmigungen im Kreis Pinneberg innerhalb der letzten 10 Jahren kann als relativ volatil bezeichnet werden. Durchschnittlich wurden seitdem 1.500 Genehmigungen pro Jahr erteilt. Die Spanne liegt zwischen 1.110 Genehmigungen im Jahr 2011 und 2.006 Bewilligungen, die 2013 vom Kreis vergeben wurden. Hier konnte mit einem Plus von 816 Genehmigungen im Vergleich zu 2012 der größte Anstieg verzeichnet werden. Gleichzeitig war zu diesem Zeitpunkt der Anteil für den Geschosswohnungsbau mit 57 Prozent erstmalig höher als der für Ein- und Zweifamilienhäuser. Allerdings purzelten die Werte im direkten Folgejahr um fast den gleichen Wert wieder herunter auf 1.283 Genehmigungen. Im gleichen Zeitraum, nämlich 2014 und 2015 kehrte sich das Verhältnis um. Mit 53 respektive 55 Prozent wurden, bis zum heutigen Zeitpunkt, letztmalig mehr Genehmigungen für den Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern ausgestellt. Seitdem liegt der Anteil der Genehmigungen für das Segment der Mehrfamilienhäuser dauerhaft höher. Seit 2018 reduzieren sich die Baugenehmigungen pro Jahr immer weiter. 2020 lag die Zahl bei nur noch 1.463. Auffällig ist, dass innerhalb des gleichen Zeitraums der Anteil der Ein- und Zweifamilienhäuser wieder wenn auch langsam, aber dennoch kontinuierlich steigt und das Verhältnis zu Mehrfamilienhäusern wieder sinkt. Auch wenn sich beide Segmente behutsam wieder annähern, überwiegt der Anteil der Mehrfamilien-Einheiten mit einem Verhältnis von 64:36 Prozent nach wie vor erheblich.


Mehrfamilienhäuser und Eigentumswohnungen liegen im Trend – auch im Kreis Pinneberg

2020 verzeichnet der Kreis mit 593 Genehmigungen den zweitniedrigsten Wert seit 2010. Damals lag dieser mit 589 Genehmigungen sogar noch niedriger. Auffällig ist der Rückgang bei den Mehrfamilienhäusern, die 20 Prozent weniger Genehmigungen vorweisen können als noch im Jahr 2019. Einzig und allein das Segment Eigentumswohnungen konnte ein Wachstum von 22,6 Prozent aufzeigen.  

Hier kann nur gemutmaßt werden: Ein Grund für diesen Rückgang könnten Corona-bedingte Verzögerungen in den Ämtern sein. Homeoffice und ein nur mäßiger Ausbau in der Digitalisierung hemmt und erschwert die notwendigen Prozesse. Auch wäre es möglich, dass Investoren im ersten Halbjahr ihre geplanten Ausgaben zunächst einmal zurückgestellt haben. Darüber hinaus haben Banken die Bedingungen für Kreditvergaben bei Wohnimmobilien deutlich verschärft, sodass deutlich länger Zeit für Zusagen eingeplant werden sollten. 

Positiv auswirken hingegen könnte sich diese Situation auf die Bauüberhänge in den kommenden Jahren.


Baufertigstellungen Kreis Pinneberg – Bauboom sorgt für knappe Kapazitäten im Baugewerbe

Im Kreis Pinneberg wurden 2020 insgesamt 1445 Wohnungen in 518 Gebäuden fertiggestellt. Gleichzeitig lag der Bauüberhang mit 2897 noch im Bau befindlichen Objekten doppelt so hoch. Die Bauüberhänge wachsen seit Jahren an. Seit 2012 sind sie von damaligen 1506 drastisch um 92 Prozent angestiegen. Experten mutmaßen: Aufgrund des bundesweiten Baubooms, der sich auch im Kreis Pinneberg widerspiegelt, werden ohnehin schon knappe Kapazitäten bei Baufirmen und Handwerkern von Jahr zu Jahr immer kleiner. Die Unternehmen leiden unter hoher Überlastung, was sich in absehbarer Zukunft wohl auch nicht verändern wird. Zu wenig Nachwuchs rückt nach, um den Bedarf auffangen zu können.


Entwicklung von Wohnungsbauprojekten im Kreis Pinneberg – Dynamik im Kreis bleibt auf stabilem Kurs

Der Kreis Pinneberg steuert mit der Förderung von Sozialwohnungen, Mietobjekten und Eigentum bereits seit vielen Jahren planvoll gegen die anhaltende Wohnungsknappheit. In den vergangenen 10 Jahren konnten pro Jahr im Schnitt 1.300 Wohnungen fertiggestellt werden. Gleichzeitig stieg die Bevölkerung im gleichen Zeitraum um durchschnittlich 1.350 Personen an. Ein Blick auf die Anzahl der Baugenehmigungen von durchschnittlichen 1.500 pro Jahr verrät: Ein Ende dieser Wachstumsphase ist aktuell nicht in Sicht. 

Schon seit längerem zeichnet sich ein Trend ab, der immer mehr Menschen aus Überzeugung aufs Land ziehen lässt. Sei es um steigenden Mieten in der Metropole Hamburg zu entgehen oder auf mehr Fläche und weniger beengt im Grünen zu leben. Und darüber hinaus die Vorteile einer urbanen Struktur wahrnehmen zu können. Der Kreis Pinneberg gehört hier zu den Profiteuren. Städteplaner und Bauunternehmen reagieren mit einer Vielzahl an großen und kleineren Wohnungsbauprojekten auf diese Entwicklung.

Übersicht der größten Projekte im Kreis Pinneberg: